Sauberes Schivergnügen um jeden Preis?
In einem Leserbrief vom 9. April 2013 kritisiert Herr DI Hertwich aus Braunau Windenergieprojekte in Salzburg und schlägt statt deren Realisierung weitere Salzachkraftwerke vor. Dazu ist festzuhalten, dass die gesicherte Verfügbarkeit eines Salzachkraftwerks in der Spitzenlastperiode des Winters bei 10% der installierten Kraftwerksleistung liegt und alleine für die Versorgung eines unserer zahlreichen größeren Schigebiete im Winterhalbjahr die Stromerzeugung von 1-2 Salzachkraftwerken in dieser Zeit erforderlich ist (womit die Salzach für eine weitere Vollversorgung der Tourismusinfrastruktur im Winter wohl zu kurz ist).
Windenergie ist demgegenüber im Winterhalbjahr mit ca. 2/3 der Jahreserzeugung verfügbar und daher eine ideale Ergänzung der Wasserkrafterzeugung, in regionalen Versorgungsmaßstäben auch kein Grund für zusätzliche Freileitungsbauten. Fotovoltaik und Windenergienutzung sind in der Landschaft wahrnehmbar und können im Wintertourismus wichtige Botschafter einer sauberen Tourismuswirtschaft sein. Aus Umfrage ist bekannt dass ca. 3-5% der Bevölkerung gegen saubere Energieformen wie Solar- und Windenergie sind. Für diese wird es immer schwerer sein, die Illusion einer erschlossenen und zugleich nachhaltig bewirtschafteten Tourismusregion zu erhalten.
Ich wünsche Ihnen noch viel sauberes Schivergnügen im schönen Salzburger Land!
Ing. Dr. Franz Kok – Salzburg
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