Bayerischer Windkraft-Erlass: Mehr Windkraft auch in Naturschutzgebieten

Bayerischer Windkraft-Erlass: Mehr Windkraft auch in Naturschutzgebieten

Bayern will mit einer eigenen Strategie den Ausbau der Windenergie vorantreiben. Dazu wurde am 20. Dezember von der Staatsregierung ein Windkraft-Erlass beschlossen, der Kommunen bei der Planung und Genehmigung von Windkraftanlagen unterstützen soll. Die neuen Regelungen sollen transparentere, schnellere und unbürokratischere Genehmigungsverfahren ermöglichen. Zudem sollen durch eine Neubewertung von Naturschutzgebieten auch mehr Flächen für Windkraftanlagen entstehen.

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3 Windräder am Aineck als Chance für die Gemeindeentwicklung in Gemeinde St.Margarethen!

Die 3 Windräder des Samsonwindpark Aineck werden mit der anstehenden Raumordnungsentscheidung der Gemeinde St.Margarethen in eine neue Phase der Umsetzung kommen – sei es eine Beschleunigung oder eine Verlängerung der Wartezeit darauf.

Der Blick zurück zeigt das Versäumte auf: Gerechnet ab der frühest möglichen Inbetriebnahme von 3 Windrädern am Grat zum Teuerlnock ab 2004 sind es zumindest 135.000.–€ die den GemeindebürgerInnen für die Förderung von öffentlichen Interessen (Soziales, Kultur, Sport) entgangen sind und 60.000 to CO2-Vermeidung durch saubere Energieerzeugung am Aineck wurden nicht realisiert. Das entspricht immerhin dem Kyoto-Klimaschutzziel aller LungauerInnen für 3 Jahre!

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Windenergie in Schutzgebieten

Während bei uns um die „Verträglichkeit“ von Windkraft in Waldgebieten oder auf Bergrücken jahrelange Diskussionen geführt werden, ist die Europäische Kommission schon einen Schritt weiter: Sie hat Anfang Oktober Leitlinien für den Ausbau von Windenergie in geschützten Naturgebieten veröffentlicht. Diese Leitlinien gelten für das Natura-2000-Netz, einem Eckpfeiler der Biodiversitätspolitik der EU und ein wichtiges Instrument in den Bemühungen der EU, den Verlust an biologischer Vielfalt bis 2020 zu stoppen und umzukehren. Der Windenergie kommt bei der Verwirklichung des EU-Ziels, bis 2020 einen Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch Europas von 20 Prozent zu erreichen, eine wichtige Rolle zu. Kernaussage der Leitlinien: Der Einsatz von Windenergie in Natura-2000-Gebieten ist nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Solche Projekte müssen jedoch jeweils im Einzelfall bewertet werden.

Zu den Leitlinien: http://ec.europa.eu/environment/nature/natura2000/management/guidance_en.htm

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Studie der Uni Linz belegt: Windparks im Wirtschaftswald schaffen Arbeitsplätze

Das Energieinstitut der Universität Linz (o.Univ.-Prof. Dr. Friedrich Schneider) hat im Mai 2010 die volkswirtschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Auswirkungen einer stärkeren Nutzung von Windenergie in Oberösterreich untersucht. Ergebnis: bereits heute werden durch Windenergie in Oberösterreich 1.400 Arbeitsplätze geschaffen, trotz weltweitem Aufschwung der Windenergie brauchen oberösterreichische Unternehmen aber auch einen starken Heimmarkt.

Dazu hat das Energieinstitut untersucht, wie sich die Arbeitsmarkteffekte entwickeln würden, wenn auch in Oberösterreich Windenergie ausgebaut werden würde.

  • Am Beispiel der Windparks Silventus und Munderfing wurde errechnet, dass im Fall einer Realisierung der 22 Anlagen jährlich zusätzlich 80 Arbeitsplätze (2011 – 2015) entstehen würden.
  • Im Fall der Errichtung von 50 Windrädern in Oberösterreich würden jährlich zusätzlich 144 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.

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